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Sondernewsletter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim - Ausgabe Nr. 28 / März 2020


 
Autobahn Breit


 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
viele Fragen entstehen aktuell im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus. Auch in dieser Zeit möchte Ihnen die Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim mit Rat und Tat zur Seite stehen.
 
In diesem Sondernewsletter haben wir die aktuellen Hilfen zusammengestellt, um einen ersten Überblick zu ermöglichen. Die Informationen werden wir auf unserer Homepage unter www.einfach-naeher.de regelmäßig aktualisieren.
 
Allgemeine Hinweise zu Corona ("Coronavirus: Wichtige Hinweise und Handreichungen!") finden Sie auf der zentralen Seite des Landkreises Grafschaft Bentheim unter www.grafschaft-bentheim.de. Darüber hinaus steht das Bürgertelefon des Landkreises unter der Rufnummer 05921 / 96-3333 täglich von 8 bis 17 Uhr, auch an den Wochenenden, zur Verfügung.
 
 

Aktuelle Hilfestellungen für Unternehmen


Je länger die Epidemie anhält, desto größer werden die Auswirkungen auch für unsere Unternehmen und Betriebe. Bundeswirtschaftsministerium, Niedersächsisches Wirtschaftsministerium, IHK, HWK und NBank halten auf ihren Seiten entsprechende Informationen vor. Die Links zu den Informationen finden Sie am Ende dieses Sondernewsletters.
 
1. Kurzarbeitergeld
 
Kurzarbeit bedeutet, dass für einen Teil der Beschäftigten oder alle Beschäftigten in einem Betrieb vorübergehend nicht mehr genug Arbeit da ist und sie ihre Arbeit vorübergehend verringern oder ganz einstellen müssen. Um eine Kündigung zu vermeiden, kann dann Kurzarbeitergeld beantragt werden. Das Geld entspricht ungefähr dem Arbeitslosengeld – wird aber vom Betrieb gezahlt, der es von der Arbeitsagentur erstattet bekommt. Damit wird die schlechte Auftragslage überbrückt.
 
Vor dem Hintergrund der Corona-Krise gibt es aktuelle Gesetzesänderungen zur Gewährung von Kurzarbeitergeld. Wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung muss vom Arbeitgeber beantragt werden. Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ist, dass die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn aufgrund des Corona-Virus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorübergehend geschlossen wird. Durch die Gesetzesänderungen können nun auch Leiharbeitnehmer Kurzarbeitergeld erhalten. Neu ist auch, dass die BA die Sozialversicherungsbeiträge jetzt voll erstattet.
 
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Hotline des Arbeitgeberservice der BA: 0800 4 5555 20
 
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2. Hilfen bei Liquiditätsengpässen
 
Steuerentlastungen des Finanzamtes
 
Zur Entlastung angespannter Liquiditätslagen besteht zunächst die Möglichkeit, beim Finanzamt Steuervorauszahlungen herabsetzen zu lassen. Ebenso wird die Gewährung von zinslosen Stundungen z.B. für Steuernachzahlungen erleichtert.
 
Besprechen Sie sich dazu mit Ihrem Steuerberater und nehmen Sie Kontakt mit Ihrem örtlichen Finanzamt auf.
 

 
Telefonkontakt Finanzamt Bad Bentheim: 05922 9700
 
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Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen (bei Nichtinanspruchnahme von Kurzarbeitergeld)
 
Ansprüche auf den Gesamtsozialversicherungsbeitrag dürfen gestundet werden, wenn die sofortige Einziehung mit erheblichen Härten für das Unternehmen verbunden wäre und der Anspruch durch die Stundung nicht gefährdet wird. Eine erhebliche Härte für das Unternehmen ist gegeben, wenn es sich aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befindet oder im Falle der sofortigen Einziehung der fälligen Sozialversicherungsabgaben in diese geraten würde.
 
Die Stundung setzt einen entsprechenden Antrag des Unternehmens voraus. Über den Stundungsantrag entscheidet dann die Krankenkasse als zuständige Einzugsstelle nach pflichtgemäßem Ermessen.
 
Bei Bedarf bitte mit dem Steuerberater besprechen und anschließend an die zuständige Krankenkasse wenden.
 
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Hilfen der KfW (Hausbankprinzip)
 
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) soll als Teil des Maßnahmenpakets der Bundesregierung die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität erleichtern. Zur Deckung kurzfristigen Liquiditätsbedarfs stehen zu diesem Zweck Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe die etablierten Förderinstrumente, wie z.B. der KfW-Unternehmerkredit, zur Verfügung. Im Rahmen des beschlossenen Schutzschilds für Unternehmen werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Auf diese Weise können im erheblichen Umfang liquiditätsstärkende Kredite der Hausbanken mobilisiert werden.
 
Für Unternehmen, die krisenbedingt in vorübergehenden Schwierigkeiten sind, werden zurzeit von der KfW zusätzliche Sonderprogramme aufgelegt, die die Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) deutlich erhöhen.
 
Ihr Ansprechpartner ist die zuständige Hausbank. Es empfiehlt sich, frühzeitig Kontakt aufzunehmen. Ebenso raten wir jedem Unternehmen, eine Liquiditätsplanung aufzustellen, um einen Überblick über die notwendigen finanziellen Mittel zu erhalten und für die Beantragung von eventuellen Bürgschaften oder Sonderkrediten gut gerüstet zu sein.
 
Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.
 
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Regionale Hausbankprodukte
 
Erste regionale Hausbanken bieten aktuell bereits zinslose Corona-Sonderkreditprogramme zur Liquiditätssicherung an. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Hausbank.
 
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Hilfen für Selbständige ohne Zugang zu Krisenhilfen von KfW und NBank
 
Mit Restansprüchen auf Arbeitslosengeld I: Hier ist die Agentur für Arbeit der richtige Ansprechpartner. Das restliche Arbeitslosengeld wird dann gezahlt, wenn man dem Arbeitsmarkt für Vermittlungen zu Verfügung steht und die Selbstständigkeit nur noch Nebenerwerbscharakter besitzt. Davon ist auszugehen, wenn die zeitliche Inanspruchnahme dafür weniger als 15 Wochenstunden beträgt. Da häufig die Auszahlung des ALG I nicht unmittelbar erfolgt, sollte parallel auch das Grafschafter Jobcenter aufgesucht werden.
 
Telefon-Kontakt BA: 05921/870-900
 
Ohne Arbeitslosenversicherung: Sie können sich an das Grafschafter Jobcenter wenden und dort ergänzend Arbeitslosengeld II beantragen. Die Leistungen werden im Regelfall kurzfristig gewährt. Außerdem übernimmt das Jobcenter die Aufwendungen für die Krankenversicherung. Im Gegenzug müssen die Einkünfte aus der selbstständigen Tätigkeit, also die Gewinne, angegeben werden, die auf die ALG II-Zahlungen angerechnet werden. Eine Gewerbeabmeldung ist nicht erforderlich.
 
Telefon-Kontakt Grafschafter Jobcenter: 05921/96-6350
 
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3. Aussetzung Insolvenzantragspflicht für durch Corona geschädigte Unternehmen
 
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten. Als Vorbild hierfür dienen Regelungen, die anlässlich der Hochwasserkatastrophen 2002, 2013 und 2016 getroffen wurden.
 
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Land bereitet Kreditprogramm durch NBank vor


Um Niedersachsens Wirtschaft möglichst schnell und unkompliziert während der Corona-Krise zu helfen, bereitet die NBank gegenwärtig ein Kredit-Programm (bis 50.000 Euro) für kleine und mittlere Unternehmen als schnelle Liquiditätshilfe vor. Ebenfalls in Vorbereitung ist die Auflage eines größeren Liquiditätskredits (über 50.000 Euro), der voraussichtlich in sechs Wochen bereitgestellt werden kann. In beiden Fällen muss zuvor eine Absicherung durch das Land, etwa durch einen Haftungsfonds, gewährleistet werden. Beide Kreditprogramme sollen direkt durch die NBank vergeben und ohne Beteiligung einer Hausbank gewährt werden.
 
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IHK Telefonhotlines zu Corona


Die IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim hat ihr Beratungsangebot für die regionale Wirtschaft vor dem Hintergrund der Corona-Krise ausgeweitet. Zu fünf Schwerpunkten wurden Telefon-Hotlines eingerichtet:
 
• Handel: 0541 353-530
• Tourismus und Gastronomie: 0541 353-540
• Verkehr und International: 0541 353-550
• Liquiditätssicherung und Finanzhilfen: 0541 353-560
• Kurzarbeitergeld: 0541 353-570
 
Die Hotlines sind von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr erreichbar.
 
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Weitere nützliche Informationen


Hinweise der Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim

 
Hinweise der Handwerkskammer (HWK) Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim
 
Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums
 
Informationen des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums
 
Informationen der Niedersächsischen Investitions- und Förderbank (NBank)
 
 
Ihre Kontakte in der Wirtschaftsförderung:
 
Andreas Kremer (Nordhorn und Obergrafschaft) und Udo Männel (Niedergrafschaft)
Tel.: 05921/96-2305 bzw. -2304
Mail: andreas.kremer@grafschaft.de bzw. udo.maennel@grafschaft.de

 
 
 
 
 
 
Impressum
 
Herausgeber: Landkreis Grafschaft Bentheim
van-Delden-Str. 1 - 7
48529 Nordhorn
www.grafschaft-bentheim.de
 
 
Redaktion und Inhalt: Tel.: 05921/96-2306
wifoe@grafschaft.de
 
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