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Energiespartipps

Mit einigen wenigen Verhaltensänderungen und der bewussten Anschaffung von energieeffizienten Geräten lassen sich der persönliche Energieverbrauch und damit auch die Energiekosten bereits spürbar senken. Moderne Elektrogeräte werden immer energieeffizienter. Verbraucher profitieren von dieser Entwicklung, denn neue Geräte können dabei helfen, die Stromkosten im Haushalt deutlich zu reduzieren.

 

Im Folgenden können Sie sich informieren, wie Sie Ihren Energieverbrauch, sei es zu Hause oder im Büro, reduzieren können und welche Haushaltsgeräte besonders sparsam sind. Außedem können Sie mit der Berechnung Ihres individuellen ökologischen Fußabdrucks spielerisch ermitteln, wie viele (Energie-)Ressourcen Sie mit ihrem Lebensstil verbrauchen. Da in der Landwirtschaft ebenfalls erhebliche Energieressourcen benötigt werden, bietet die Landwirtschaftskammer entsprechende Beratungsdienstleistungen und Informationen, die Sie ebenfalls unten einsehen können:

 

 

Zu Hause

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) rät Ihnen die folgenden 10 Regeln zu befolgen um im Alltag CO2 zu sparen:

 

1. STAND-BY AUSSCHALTEN
Schalten Sie Elektrogeräte immer ganz aus. Manche Geräte haben keinen Netzschalter. Hier können Sie abschaltbare Steckerleisten verwenden. Allein durch das vollständige Abschalten von Elektrogeräten könnten die deutschen Haushalte rund 22 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr einsparen. Achten Sie beim Kauf neuer Geräte auf deren Stromverbrauch.
Weitere Informationen zu sparsamen Haushaltsgeräten finden Sie auf dieser Seite unter dem Button „Energiespargeräte“


2. STROMVERBRAUCH KONTROLLIEREN
Wenn Sie wissen wollen, wie viel Strom Ihr Haushalt wirklich verbraucht, können Sie sich im Internet kostenlos ein eigenes Energiesparkonto einrichten. So kommen Sie Stromfressern schnell auf die Spur.
Mehr Informationen unter: www.energiesparkonto.de

 

3. LICHT AUS
Lassen Sie Lichtquellen nicht unnötig brennen. Wenn Sie einen Raum verlassen, betätigen Sie am besten jedes Mal den Lichtschalter.

 

4. RICHTIGES LÜFTEN
Wer bei laufender Heizung das Fenster kippt, heizt die Straße mit. Effizienter ist es, die Fenster mehrmals täglich für kurze Zeit (5 – 10 Minuten) komplett zu öffnen und danach wieder zu schließen.

 

5. DECKEL DRAUF
Verschließen Sie beim Kochen Töpfe und Pfannen mit einem passenden Deckel, damit Wärme und Wasser nicht entweichen. Sonst wird der Kochvorgang verlängert, und der Energieverbrauch steigt.

 

6. KLUGES KÜHLEN
Regulieren Sie Ihre Kühlgeräte. Eine Temperatur von 7° C im Kühlschrank und -18° C im Gefrierschrank reicht allgemein aus. Achten Sie auch darauf, dass die Kühlschranktüren immer geschlossen sind, dass die Geräte nicht vereisen und dass sie auf geradem Untergrund stehen. Außerdem verbraucht ein vollgepackter Kühlschrank mehr Strom als ein aufgeräumter.

 

7. CLEVERES HEIZEN
Sie können bis zu sechs Prozent Energiekosten sparen, indem Sie die Raumtemperatur um nur ein Grad absenken. Wenn Sie Heizkörper nicht bedecken und regelmäßig säubern, schöpfen Sie die Heizleistung besser aus.
Unter www.heizspiegel.de können Sie sich ein kostenloses Heizgutachten erstellen lassen.

 

8. BESSER RADFAHREN
Lassen Sie auf kurzen Wegen öfter mal das Auto stehen. Fahrradfahren und Spazierengehen halten Sie fit, und das Klima kann durchatmen.

 

9. KOFFERRAUM LEEREN
Je schwerer die Ladung, desto höher der Benzinverbrauch. Wer nicht gerade auf Reisen ist, sollte jedes Kilo Übergewicht im Kofferraum vermeiden und auch Ski-, Fahrrad- und Dachgepäckträger abmontieren.

 

10. WENIGER FLIEGEN
Reduzieren Sie Flüge auf Inlandsstrecken und wählen Sie auch mal Reiseziele in der näheren Umgebung. Wenn sich ein Flug nicht vermeiden lässt, können Sie diesen auch kompensieren. Zum Beispiel über atmosfair.
Weitere Informationen: www.atmosfair.de

Im Büro

1. Energiespareinstellung des Computers aktivieren
Nicht alle Computernutzer schöpfen die Energiesparmöglichkeiten ihres Gerätes aus. Dies gilt auch für Arbeitsplatzgeräte. Wenn die Einstellungen aktiviert werden, kann man mit zwei Minuten Arbeit ca. 20% Strom einsparen. Die Einstellungen sind vergleichsweise einfach umzusetzen, aber häufig hat man an seinem Arbeitsplatz hierfür nicht die entsprechenden Rechte. Bitte sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrer EDV-Abteilung. Ein Wert von ca. 3 Minuten, bevor der Standby-Modus einsetzt, hat sich vielfach bewährt. Auch wenn das sehr knapp klingt, bei der direkten Computerarbeit vergeht kaum ein Zeitraum, bei dem man drei Minuten lang keine Taste drückt oder nicht die Maus bewegt. Ablenkungen wie Telefonate, Besprechungen usw. sind jedoch häufig. Die Abschaltphasen summieren sich und führen so zu der erwähnten Einsparung von ca. 20%.


2. Kein Stand-by über Nacht
Auch im Büro ist es wichtig, Elektrogeräte immer ganz auszuschalten. Dies gilt auch für Computer, die über Nacht vollständig vom Netz getrennt werden sollten. Falls kein Netzschalter vorhanden ist, sollten Sie abschaltbare Steckerleisten verwenden.

 

3. Aufzüge
Aufzüge gehören zu den größten Energieverbrauchern in Bürogebäuden. Wo immer es möglich ist, sollte die Benutzung der Aufzüge vermieden und die vorhandenen Treppen benutzt werden. Beim Ruf des Aufzuges sollte nur die gewünschte Zielfahrtrichtung gedrückt werden. Ansonsten werden unnötigerweise mehrere Aufzüge in Bewegung gesetzt bzw. bei Einzelaufzügen die Fahrstrecken verlängert.

 

4. Beleuchtung
Bei schwachem Tageslicht sollte nur soviel Beleuchtung eingeschaltet werden, wie notwendig ist. Sobald das Tageslicht ausreichend ist, sollte die Beleuchtung natürlich vollständig ausgeschaltet werden. Sonnenschutzeinrichtungen sollten so genutzt werden, dass keine zusätzliche Beleuchtung erforderlich wird. Beim Verlassen der genutzten Räume (dies gilt auch für die Toiletten) ist die Beleuchtung grundsätzlich auszuschalten. Darauf ist besonders zum Dienstschluss zu achten.

 

5. Raumtemperaturen
Eine besondere Bedeutung bei der Nutzung der Heizungsanlage kommt der Einhaltung der zulässigen Raumtemperatur zu, da eine Überschreitung dieses Wertes um nur 1° C im Verlauf eines Jahres einen Energiemehrverbrauch von durchschnittlich 6% zur Folge hat. Während der Heizperiode und der Regelarbeitszeit sollen folgende Raumtemperaturen eingehalten werden:• Büro-, Unterrichts- und Sitzungsräume 20°C • Turn- und Sporthallen 15-17°C • Umkleide- und Duschräume 22°C • Flure 12°C • Toiletten 15°C • Treppenhäuser 10°C

 

6. Thermostatventile
Für den geregelten Heizbetrieb sind die Thermostatventile maximal auf denjenigen Skalenwert einzustellen, der zur Aufrechterhaltung der gewünschten Raumtemperaturen erforderlich ist. Üblicherweise justieren die Hersteller die Thermostate so, dass mit der Einstellung „3“ eine Raumtemperatur um die 20°C erreicht wird. Ist die Raumtemperatur bei Stufe 3 deutlich höher, haben die Thermostatköpfe ihre Lebensdauer überschritten, und sollten getauscht werden.
Eine Einstellung auf einen höheren Wert führt nur zu einer späteren Abschaltung des Ventils (Raum wird wärmer als 20°C) aber nicht zu einer schnelleren Aufheizung des Raumes.

 

7. Heizkörper
Damit sowohl die Konvektion als auch die Strahlung in vollem Maße zur Erwärmung der Raumluft genutzt werden kann, sollten die Heizkörper von allen Gegenständen (Schränke, Regale, Vorhänge, Kartons usw.) freigehalten werden, die eine Luftzirkulation am Heizkörper oder eine freie Abstrahlung in den Raum behindern.

 

8. Richtiges Lüften von Räumen
Während des Heizbetriebes sollten Gebäude-Eingangstüren, Windfänge, Hallentüren, Garagen- und Kellertüren sowie sämtliche Fenster geschlossen gehalten werden. Zum Lüften der Räume sind die Fenster kurzzeitig voll zu öffnen und danach wieder zu schließen (Stoßlüftung). Eine Schrägstellung der Fenster in der Heizperiode sollte vermieden werden. Während des Lüftens sollten Heizkörper-Thermostatventile geschlossen werden. Auf keinen Fall sollte während des Heizbetriebes die Regulierung der Raumtemperatur durch Öffnen und Schließen der Fenster erfolgen.

 

9. Elektrische Zusatzheizgeräte
Die Verwendung elektrischer Zusatzheizgeräte (Heizlüfter u. ä.) ist in vielen Betrieben aus Brandschutzgründen nicht erlaubt. Zudem steigen bei der Verwendung solcher Geräte die Stromkosten enorm an

 

10. Klimaanlagen
Klimaanlagen benötigen für Ihre Funktion eine große Menge an Energie. Ihre Betriebszeit ist deshalb den Arbeitszeiten anzupassen. Raumtüren und Fenster sollten beim Betrieb von Klimaanlagen geschlossen gehalten werden. Sonnenschutzeinrichtungen wie Jalousien sollten rechtzeitig vor Beginn der Sonneneinstrahlung genutzt werden um erhöhte Raumtemperaturen zu vermeiden und die Klimaanlagen zu entlasten. Ebenso sollten in klimatisierten Räumen wärmeerzeugende Geräte wie Kopierer oder Kühlschränke möglichst nicht aufgestellt werden, da diese Geräte gegen die Klimaanlage arbeiten.

Energiespargeräte

Moderne Elektrogeräte werden immer energieeffizienter. Verbraucher profitieren von dieser Entwicklung, denn moderne Geräte können dabei helfen, die Stromkosten im Haushalt deutlich zu reduzieren. Ein niedriger Strom- oder Wasserverbrauch verursacht weniger Betriebskosten und entlastet die Umwelt. Bei vielen Geräten sind die Betriebskosten in ihrer Lebensdauer deutlich höher als ihr Kaufpreis.

 

Das Niedrig-Energie-Institut hat vor diesem Hintergrund mit Unterstützung u.a. der Verbraucherzentrale, der Energie-Agentur NRW und des Bundes der Energieverbraucher die Broschüre "Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2015/16“ herausgegeben. In der Broschüre sind besonders sparsame Modelle üblicher Bauarten und Größenklassen zusammengestellt. Es soll als Orientierung dienen, wenn man auf niedrigen Strom- und Wasserverbrauch achten will. Alle Angaben basieren dabei auf aktuellen Marktdaten von Oktober 2015. In den Tabellen steht in der Regel das absolut sparsamste Modell an erster Stelle. Konkrete Erläuterungen, wie sich die aufgeführten Betriebskosten errechnet haben, sind auf Seite 12 der Broschüre dargestellt. Die Aufnahme in die Listen und die Reihenfolge der Nennung stellt keine anderweitige Qualitätsbeurteilung dar.

 

Die Broschüre steht hier zum Download bereit.

 

Des Weiteren unterstützt auch der Bund der Energieverbraucher mit einer Online-Datenbank beim Kauf energieeffizienter Geräte. Die Datenbank bietet einen Überblick über die effizientesten Haushaltsgeräte, wie Waschmaschienen und Trockner, Kühlschränke und Geschirrspühler, die am Markt erhältlich sind. Mit wenigen Angaben können Verbraucher so den Stromverbrauch ausgewählter Geräte miteinander vergleichen.

 

Die oben benannte Datenbank finden Sie hier.

In der Landwirtschaft

Auch in der Landwirtschaft lassen sich erhebliche Mengen Energie und damit CO2 einsparen. Bei der Landwirtschaftskammer (LWK) erhalten Landwirte in allen Fragen der Energieeinsparung sowie der Erzeugung und Verwertung von Erneuerbaren Energien kompetente Antworten.

 

Die LWK bietet

  • Analyse der Energieverbräuche von Wohngebäuden, Ställen und Lagerstätten
  • Analyse des Dieselverbrauchs für die Acker- und Grünlandbewirtschaftung
  • Beratung zur Energieeinsparung durch Verhaltensänderungen, technische und bauliche Möglichkeiten sowie Veränderung von Produktionsprozessen
  • Beratung zur energetischen Verwertung von Pflanzen durch Verbrennung,, Öl- und Biogaserzeugung
  • Beratung zur Nutzung von Wind, Wasser, Erdwärme und Solarenergie
  • Einzelbetriebliche Wirtschaftlichkeitsberechnungen
  • Hinweise auf Förderungsmöglichkeiten
  • Beratung rund um den Energiepflanzenanbau

 

 

 

Aktuelles zum Themenfeld Landwirtschaft und Klimaschutz findet sich auch auf der Website der Niedersächsischen Landwirtschaftskammer.

 

Finden Sie hier die richtigen Ansprechpartner/innen in Ihrer Region.

 

Die Broschüre "Energieeffizienz in der Landwirtschaft" zeigt für verschiedene Produktionsrichtungen die Vorgehensweise und Möglichkeiten der Effizienzverbesserung auf. Dazu sind entsprechende Checklisten zur systematischen Durchleuchtung des jeweiligen Produktionszweiges erarbeitet worden. Mit den so erfassten Informationen kann der spezifische Energieverbrauch für Wärme, Strom und Kraftstoff interpretiert werden, um Verbesserungsmaßnahmen für den Betrieb aufzuzeigen.

Mein ökologischer Fußabdruck

Unter dem ökologischen Fußabdruck wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter den heutigen Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen.
Ermitteln Sie Ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck und lassen Sie sich von individuellen Tipps inspirieren. Damit können Sie Ihr Leben bewusst nachhaltiger gestalten – für sich, unseren Planeten und unsere nachfolgenden Generationen. Wagen Sie das Experiment für sich und unseren Planeten?

 

Machen Sie den ersten Schritt und berechnen Sie Ihren gesamten Fußabdruck hier.