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Zahlen, Daten, Fakten

Der Wirtschaftsraum Grafschaft Bentheim hat sich in den zurückliegenden Jahren sehr gut entwickelt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Grafschaft Bentheim steigt seit Jahren kontinuierlich an. Allein im Zeitraum Juni 2006 (34.655 SVB) bis Juni 2016 (46.541 SVB) ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Grafschaft Bentheim um 34,3% angestiegen

 

Die gute Beschäftigungsentwicklung korrespondiert mit der Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Jahr 2016 lag bei 3,9 %. Die Grafschaft verzeichnete damit im Jahresdurchschnitt die viertniedrigste Arbeitslosenquote aller niedersächsischen Landkreise. Der Agenturbezirk Nordhorn hatte im Jahresdurchschnitt 2016 mit 3,4 % die niedrigste Arbeitslosenquote aller niedersächsischen Agenturen.

 

Noch heute ist die dynamische Entwicklung des Standortes Grafschaft Bentheim vor dem Hintergrund der dramatischen Ausgangslage, die sich vor allem in den späten 1970er Jahren entwickelte, bemerkenswert. Landrat Friedrich Kethorn erinnert sich: „Zum generellen Strukturwandel in Deutschland, der zu einer Verschiebung des Kräfteverhältnisses zwischen Produktion und Dienstleistungen geführt hat, kam in der Grafschaft Bentheim der massive Verlust von Arbeitsplätzen in der seinerzeit die Region prägenden Textilindustrie hinzu. Mehr als 12.000 Arbeitsplätze gingen hier innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums verloren.“

 

In den zurückliegenden Jahren konnten die verlorenen Arbeitsplätze jedoch nicht nur kompensiert werden. Durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze in anderen Wirtschaftsbereichen stieg die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Grafschaft Bentheim insgesamt betrachtet sogar an. Hierbei hat insbesondere der sogenannte „tertiäre Sektor“ – Banken, Versicherungen, Handel und Verkehr, Dienstleistungen – dem Bundestrend entsprechend auch in der Grafschaft Bentheim kontinuierlich zugenommen mit der Folge, dass es 1996 erstmals mehr Beschäftigte im Dienstleistungsbereich gab, als im produzierenden Gewerbe. Das Kompetenzzentrum Wirtschaft im NINO-Hochbau, in dem auch die Wirtschaftsförderung des Landkreises ihren Sitz hat, steht praktisch sinnbildlich für diese Entwicklung – arbeiten doch nun in einem ehemaligen Produktionsgebäude der Textilindustrie eine Vielzahl wirtschaftsnaher Dienstleister.

 

Alle Zahlen, Daten und Fakten sind nachfolgend als Standortprofil zusammengefasst: